Es war spät geworden und wir hatten den Ort an dem Thomas und Ingalill, das Ehepaar, das uns Andre vermittelt hat, erreicht. Leider hatten wir bis dahin noch keine genaue Adresse erhalten und so schliefen wir auf einem Parkplatz kurz vor dem Ort.

Jetzt schau ich auf mein Handy und bemerke, dass wir nur 200m Luftlinie von unserem Ziel entfernt sind XD. Wir fahren rüber und werden zu einem mega leckeren Frühstück willkommen geheißen. Thomas und Ingallil sind vor 49 Jahren als Sonderpioniere in diese abgelegenee Gegend geschickt worden und wie Thomas sagt “festgefroren”. Verständlich muss man sagen. Die Gegend ist wahnsinnig schön und allein in diesem Bundesland gibt es 7000 Seen. Alle mit Trinkwasser Qualität.

Viel zu Früh müssen wir los und fahren Richtung norwegische Grenzen. Bereits am Tag davor waren wir durch Schneegestöber gefahren. Dieser Fakt zeichnet sich mittlerweile auch an den Tankstellen ab.

Wir erreichen die norwegische Grenze und fahren durch eine wunderschöne Berg und Fjordlandschaft nach Bodø.

Dort kommen wir pünktlich am Fährhafen an und reihen uns mit anderen schicken Autos in die Warteschlange ein um auf die Fähre zu fahren.

Sehr interessant ist, dass wir keine Tickets gekauft hatten. Stattdessen wird beim Beladen der Autos das Kennzeichen fotografiert und eine Rechnung an die Adresse des Fahrzeughalters geschickt. Da sind wir echt gespannt. Von anderen Deutschen die bereits mehrmals mit der Fähre gefahren sind haben wir erfahren, dass sie noch nie eine Rechnung bekommen haben. Mal sehen.
Die Überfahrt ist richtig cool oder auch nicht. Je nachdem wen man fragt. Der Seegang ist rau und das Schiff wird ordentlich durchgeschüttelt. Tom versucht das Risiko zu minimieren in dem er sich hinlegt und die Augen schließt während ich das Schiff erkunde oder in meinem Buch lese.
Auf dem Schiff lerne ich Svenja kennen, eine Studentin aus Landshut, die zurzeit in Bodø studiert. Sie ist mit Freundinnen für einen Wochenendausflug auf die Lofoten unterwegs (die Fähre ist für Fußgänger kostenlos). Bereits auf dem Schiff sucht sie nach Möglickeiten nach Fredvang zu kommen, was ungefähr 30 Minuten von dem Ankuftshafen (Moskenes) entfernt liegt. Joaaa so entsteht dann dieses Bild…

Zu acht im Camper + 6 fette Outdoor Rucksäcke + 3 Snowboards + 4 Kites + 1 Kiteboard + unsere Kleidung. Jo passt rein. Check.
Wir fahren nach Fredvang und parken dort auf einem Parkplatz den uns Svenja gezeigt hat. Mittlerweile ist es fast 11 Uhr. Wir machen uns Nudeln mit der mega leckeren Soße von Ingalill und gehen schlafen.