Als wir am Abend geparkt hatten war es bereits komplett dunkel gewesen, weswegen wir der Umgebung überhaupt keine Beachtung geschenkt hatten. Umso überraschter bin ich jetzt. Der Blick durch das Fenster von meinem Schlafplatz zeigt mir einen riesigen in Sonne getauchten Fjord. Genau so wie man sich die Lofoten immer vorgestellt hat.

Nachdem wir gefrühstückt und den Morgen genossen hatten ziehen wir uns an und folgen Svenjas Tipp zum Kvalvika Beach zu wandern.
Der Weg schlängelt sich durch eine wunderschöne Winterlandschaft und mit jedem Höhenmeter hat man einen besseren Blick über den Fjord. An vielen Stellen wandert man über Holzplanken (Sumpfgebiet) die durch den Schnee teilweise sehr glatt sind.

Kurz bevor wir den höchsten Punkt der Wanderung erreichen schlägt das Wetter um und wir steigen in dichten Nebel und Schneefall zu dem Strand ab. Das einzige was man hört sind die Wellen die am Strand ausrollen. Sehen kann man sie nicht. Doch schon an unserem ersten Tag zeigen uns die Lofoten auf ziemlich eindrucksvolle Weise was sprunghaftes Wetter bedeutet. Kurz bevor wir unten ankommen sehe ich in großer Entfernung einen Berg durch den Nebel schimmern und innerhalb von Minuten hat sich der Nebel und Schnee verzogen und es liegt ein wunderschöner Strand und das Meer vor uns.

Doch das Wetter hält nicht lange und 20 Minuten später herscht wieder eisiges Wetter, Schneefall und Nebel am Strand. Das hält uns allerdings nicht auf, zu der zweiten Hälfte des Strandes zu wandern beziehungsweise zu klettern (die beiden Strandhälften sind durch Felsen getrennt).

Der Weg, der sich 30 Meter über den Felsen befindet, ist durch die Schneebedingungen allerdings dermaßen glatt und steil, dass wir die vernünftigere Entscheidung treffen und umkehren. Dieser Meinung ist auch das Wetter, das jetzt wieder so aussieht:

Wir überlegen nicht lange und machen uns auf den Aufstieg auf den Ryten, den Berg den ihr auf dem letzten Bild im Hintergrund seht. Er ist 543 Meter hoch und nach einer guten Stunde stehen wir auf dem Gipfel. Dort treffen wir 10 andere Deutsche (ein Pärchen aus Aschaffenburg, ein Ehepaar aus Leipzig, Fabian aus Beilngrieß, Svenja aus Landshut, Lilli aus Hamburg…) und einen Spanier der zu spät kam. Ok, kleiner Spaß. Spanier war keiner da. Wir verbringen circa eine Stunde auf dem Gipfel und erleben dabei 3 Wetterwechsel.

Da Tom an diesem Abend zu einer Hochzeitsansprache über Zoom eingeladen war machen wir uns auf den Abstieg und fahren nach Reine, ein kleiner Ort auf den Lofoten der eine Touristeninformation hat.

Während Tom sich die Ansprache anhört mache ich den Ort unsicher.
Auf der Fahrt zu unserem Schlafplatz machen wir noch Halt an einem der bekanntesten Fotospots der Lofoten.

Zum Abendessen gibt es Nudeln mit der zweiten Hälfte von Ingalills Soße.
